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Ikea Benno als Unterschrank umbauen

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Beitragvon Jokin » 08 Okt 2011 17:35

Hallo zusammen,

Ich möchte meine Pläne zum Umbau eines alten Ikea Benno TV Schranks als Unterschrank für ein 250l Becken vorstellen.

Optisch finde ich den Schrank sehr ansprechend. Schön schlicht mit dem Milchglas. Die Konstruktion ist aber vermutlich nicht unbedingt optimal für einen Unterschrank. Deshalb habe ich mir überlegt, den Schrank wie folgt zu verstärken.

Maße vom Schrank: 120cm * 60cm * 60cm
Maße vom Aquarium: 100cm * 50cm * 50cm

Hier der Schrank:



So stelle ich mir den Umbau vor. Schwarz ist die Konstruktion des Schranks momentan - rot die Umbaumaßnahmen.



Oben:
Wie man sieht, liegt die obere Platte nicht auf den Seitenwänden auf. Deshalb würde ich die 2mm Höhendifferenz mit Moosgummi ausgleichen und darauf eine Platte legen. So verteilt sich das Gewicht auf die Seitenwände und die Mittelwand.

Unten:
Ich vermute, dass die 5 Füße nicht stabil genug sind. Die seitlichen Füße befinden sich auch nicht ganz unter den Seitenwänden. Ohne die Füße stehen aber die Türen auf dem Boden. Also würde ich die Aktion für die obere Platte identisch wiederholen.

Was sagt ihr zu dem Plan? Wird der Schrank das aushalten?
Welches Material ist für die Platten geeignet? Wie dick sollten die Platten sein?
Ist Moosgummi die richtige Wahl? Woher beziehe ich das Material am besten?

Freue mich auf eure Meinungen!
Grüße
Jochen
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Beitragvon Hatake211 » 08 Okt 2011 18:21

Hi,
dein Plan den Schrank umzubauen, halte ich für eine schwierig umsetzbare Idee. Das Grundgerüst deines Schrankes ist kaum geeignet so ein schweres AQ zu tragen. Folgendes fällt mir auf:
1. Die Deckplatte aufzulegen ist sicherlich empfehlenswert, aber wenn du Moosgummi zwischen legst, hat die Trennwand keine tragende Funktion mehr. Auf nur 2 "Stützen" aufzulegen ist eher unklug.
2. Das Material des Schrankes ist sicher recht dünn und damit kaum Verwindungssteif, was zum nächsten Problem führt:
3. Die Aussteifung ist derzeit sicher IKEA üblich 3mm Pappe (oder was ähnliches) -> Absolut unzureichend. Spätestens wenn du Wassereinfüllst bricht das.
4. Ikea Schanke haben normalerweise lösbare Verbindungen. Die sind nicht für solche Belastungen gemacht. Du müsstest mit Leim, Schrauben und vll. Dübeln nacharbeiten.

Ich würde das anders angehen: Du konstruierst einen neuen Schrank und verwendest die Türen, evtl auch die Seitenteile von dem Ikea Schrank.

Als Material kannst du eigentlich alles verwenden was Dick genug ist und sich nicht verzieht (zb. Multiplex). Deck und Bodenplatten sollten mind. 24mm stark sein (persönlich würde ich aber mehr nehmen je nach zahl der Stützen). Die Stützen können dünner sein (zb 18mm). Die Aussteifund (normalerweise ja die Rückwand) mindestens 10mm stark.
Bendenke auch den Holzschutz, da ja Wasser immer wieder mal runterläuft!


Ein Schrank zu bauen ist eine tolle Sache, aber recht aufwändig. Immerhin muss das ja recht viel ausshalten!


Greets Hatake211
Schöne Grüße
Max
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Beitragvon Jokin » 09 Okt 2011 09:45

Danke für deine Antwort ...
Hatake211 hat geschrieben:1. Die Deckplatte aufzulegen ist sicherlich empfehlenswert, aber wenn du Moosgummi zwischen legst, hat die Trennwand keine tragende Funktion mehr. Auf nur 2 "Stützen" aufzulegen ist eher unklug.

Das Moosgummi wollte ich dazwischen legen, um den Druck auch auf die original Platte und damit auch auf die Mittelwand zu verteilen. Das kommt in der Zeichnung vermutlich nicht wirklich raus aber auf dem Foto sieht man, dass die Seitenwände 2mm höher sind als die Deckplatte.

Hatake211 hat geschrieben:3. Die Aussteifung ist derzeit sicher IKEA üblich 3mm Pappe (oder was ähnliches) -> Absolut unzureichend. Spätestens wenn du Wassereinfüllst bricht das.

Wenn du die Rückwand meinst, hast du recht. Da sollte ich dann noch verstärken. Mit einem Brett als strebe oder mit einer kompletten Platte?

Hatake211 hat geschrieben:4. Ikea Schanke haben normalerweise lösbare Verbindungen. Die sind nicht für solche Belastungen gemacht. Du müsstest mit Leim, Schrauben und vll. Dübeln nacharbeiten.

Guter Tipp. Also: Auseinander nehmen und nochmal mit Leim zusammenbauen.

Hatake211 hat geschrieben:Ich würde das anders angehen: Du konstruierst einen neuen Schrank und verwendest die Türen, evtl auch die Seitenteile von dem Ikea Schrank.


Das kommt für mich nicht in Frage. Wenn ich sowas baue ist das optisch höchstens für den Keller geeignet - sicher nicht fürs Wohnzimmer.

Vielleich kann ich den Schrank noch von innen verstärken? Hab ich schon ein paar mal gesehen. Wie mach ich das am Besten?
Grüße
Jochen
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Beitragvon nik » 09 Okt 2011 10:58

Hallo Jokin,

heißt du so? Leute die nicht einmal ihren Vornamen unter ihr Post setzen wollen, lasse ich eher über kurz als lang sein. Deine Begrüßungsmail ist ja mal nicht so lange her. Die beschreibt auch den Umgang im Flowgrow und die hast du nicht ohne Grund bekommen!

Die Rückwand lässt sich mit einer passenden Platte innen oder außen verstärken. Damit ist die Verwindungssteifigkeit der Rückseite schon einmal gegeben. Evtl muss man vorne noch was machen.
Dann müsstest du dich mit dem Gedanken anfreunden, dass Standardaquarien nur an den Enden aufliegen müssen. Die sind selbsttragend, es müssen also nur die Seitenwände des Schrankes die Kraft ableiten. Wenn das dann aber auf jeder Seite nur zwei Füße sind, dann hast du 4 mal eine punktuelle Belastung von einem 1/4 des Gewichtes der gesamten Aquarienkombination. Das kann funktionieren, aber nicht jeder Boden macht das mit.

In der Mitte macht eine Stütze, besser eine Zwischenwand nur Sinn, wenn ein geschlossener Kraftabtrag vom Aquarienboden auf den Fußboden möglich ist. So Geschichten mit Moosgummiplatte zur Lastverteilung sind völlig sinnlos, das verbiegt nur die Schrankabdeckplatte.

Gruß, Nik(kolai Frederik ;) )
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Beitragvon robat1 » 09 Okt 2011 11:18

Hallo Jokin,

Der Moosgummi hat keinen Einfluß ob die Mittelwand trägt oder nicht.
Oder ist mit Trennwand nicht die Mittelwand gemeint?
Jedenfalls so lange sie keine direkte Verbindung zum Boden hat, kann sie ohnehin keine relevante Belastung auf den Boden übertragen.

Generell sehr schlecht ist, daß das Becken kürzer ist als der Schrank.
Idealer Weise sollte das Becken links und rechts bündig mit den seitlichen Schrankwänden abschließen, damit die Last direkt auf den sekrechten Seitenwänden steht.

Um die Mittelwand zu einer tragenden Wand zu machen, ist das Wichtigste diese nach unten zum Boden über einen breiten Holzsteg zu verlängern.
Am besten im Baumarkt ein Abfallstück einer dicken Küchenarbeitspaltte exakt auf Maß der seitlichen Beinlängen schneiden lassen. Die können das (wenn sie wollen) auf 0,5mm genau. Das Stück dann exakt unter die Mittelwand schieben. Sie muß dabei streng reinpassen und darf den Schrank aber in der MItte nicht anheben.

Dann mußt du noch oben eine dünne Holzleiste über die ganze Mittelwand legen die exakt so hoch ist wie die seitlichen Wände oben überstehen.
Wenn dir danach ist, kannst du nun die tiefer liegenden Felder links und Rechts davon mit Moosgummi füllen, auf den Kraftfluß über die 3 senkrechten Wände hat das aber keinen relevaten Einfluß.

Und nun legst du oben deine neue (dicke und steife) Deckplatte drauf.
Auf die gehört nun Moosgummi oder eine spezielle Aquariumauflage, bevor du das Becken drauf stellst.

Die Mittelwand im Schrank sollte minimum 2cm dick sein (besser mehr) um überhaupt als tragendes Element zu taugen.
Besser wäre sie gegen einen senkrechten Küchenarbeitsplatten-Zuschnitt zu ersetzen. Das selbe gilt für die Seitenwände, wenn sie weniger als 2,5cm (bessr mehr) dick sind.

Der Vorschlag nur die Türen zu verwenden, ist vermutlich der verünftigste.

Robert
PS

ich schreib wohl zu langsam?
Aber Nikolai, Nik stört uns ja auch nicht.
Und bei den Namen hier stößt mich doch viel eher ""Greets Hatake211"" auf.
robat1
 
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Beitragvon nik » 09 Okt 2011 19:39

Hallo Robert,

Jokin ist ein Spitzname, wie ich nun weiß und das geht doch in Ordnung. Das was ich meine trifft es besser, wenn ich nur als "Hafensängers Opa" oder so unterwegs wäre. ;)

Gruß, Nik
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Beitragvon Jokin » 16 Okt 2011 22:00

Sodala. Nachdem ich mir eure Einwände und das Schränkchen nochmal im Detail angeschaut habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Verstärken wirklich keine gute Idee ist. Also bau ich jetzt doch selbst was.
Ich werde die obere Lösung von dieser Seite http://www.aquaristik-spezial.net/index.php/Aquarienmobel/Aquarium-Unterschrank-Bauanleitung.html bauen, das trau ich mir handwerklich zu.

Falls jemand mal einen einfachen Unterschrank bauen möchte ... meine Variante besteht aus 38mm Arbeitsplatten Buche hell (25€ pro Stück á 2,60m)
2 x 1m
4 x 60cm
1 x 1m*60cm 10mm dicke MDF als Rückwand

Der fertige Unterschrank hat die Maße 100*67,8*60cm.

und sieht zusammengestellt so aus:


Die Abstände der Wände werden vermutlich so geändert, dass je 2 Rattan Körbe links und rechts reinpassen.
Grüße
Jochen
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Beitragvon HaManFu » 17 Okt 2011 09:04

Servusla Niko (nehm ich mal an),

das sieht so stabil aus, des dürft sogar den "St.-Nimmerleins-Tag" überleben :thumbs:
Oder ein Becken mit der doppelten Größe? :irre:
>safety first< ist immer besser, als dem Versicherungsfritzen nacher zu verklickern, was passiert ist.
Du weißt ja sicher: Wer den Schaden hat...
LG aus Schwabach
Rich

Merke, man braucht für alles ein "guten Vorwand" im Leben. Nicht nur fürs Kinder-in-die-Welt-setzen.
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Beitragvon masterflok » 24 Dez 2011 16:04

Hi,

wenn ich die Leute hier so lese, frag ich mich, ob sie jemals einen für die Aquaristik angebotenen Schrank gesehen haben. Das ist idR billigste Scheiße um es mal auf den Punkt zu bringen, kaum stabiler als handelsübliche Schränke.

Sein Vorhaben wäre problmlos umsetzbar gewesen, gerade aufgrund der höhe von gerade mal 60cm. Zum vergleich, mein Aquarium steht auf 110cm Höhe, es ist ein augenschmauß. Verwendet wurden dazu drei 50cm breite Schrankelemente, die miteinander verschraubt wurden (Zugbolzen). Außerdem wurde die Rückwand mit einem horizontalen Brett verstärkt. Das wars!

Schrank ist insgesamt 1.5m breit, nur um eine Vorstellung von der Dimension zu haben


So schaut übrigens der originale Schrank aus. Dagegen kann man meinen als "massiv" bezeichnen
http://images1.dhd.de/58260562_xl.jpg

Gruß
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Beitragvon robat1 » 24 Dez 2011 16:38

Hallo Gruß, interessanter Name!

Sein Vorhaben wäre problmlos umsetzbar gewesen, gerade aufgrund der höhe von gerade mal 60cm.

Richtig, aber mit der Höhe hat das wenig zu tun denn so ein senkrecht stehendes 12-16mm dickes Brett knickt auch bei 1,5m Höhe noch lange nicht weg wenn ein paar 100kg senkrecht drauf lasten.

Zum vergleich, mein Aquarium steht auf 110cm Höhe, es ist ein augenschmauß. Verwendet wurden dazu drei 50cm breite Schrankelemente, die miteinander verschraubt wurden (Zugbolzen). Außerdem wurde die Rückwand mit einem horizontalen Brett verstärkt. Das wars!

Dein Schank aus 3 Einzelschränken hat somit 6 senkrechte tragende Wände die alle eine direkte Verbindung zum Boden haben.
Darum kann man deinen Fal nicht im Geringsten mit den Schrank ganz oben vergleichen.
Gegangen wäre es trotzdem, wie du ganz richtig schreibst.

Deine 3 bzw. nun 4 Rückwände sind eigentlich nur dafür wichtig, daß dein Schrank nicht zur Seite wegkippen kann wenn wer dagegen fällt, oder die Erde bebt. Um das Gewicht deines Beckens zu tragen hätten schon 3 deiner 6 senkrechte Wände gereicht.

Robert
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Beitragvon masterflok » 24 Dez 2011 19:30

Hi,

richtig, aber ich wollte damit nur sagen, dass bei Schränken zum Teil sehr große Panik verbreitet wird, wobei über die zum Teil grenzwertige Auslegung von speziellen Aquarienschränken kein Wort verloren wird.

Bei seiner jetzigen Eigenkonstruktion kann er mehrer Becken dieser Größe übereinanderstapeln, schaut zumindest nach massiven Arbeitsplatten aus. Alleine vom praktischen Nutzen würde ich auf ein Zwischenteil verzichten, drei senkrechte Platten dieser Stärke reichen locker (auch für das doppelte Aquariumvolumen).


Aber schön zu hören, dass jemand mal nicht auf meine Schrankkonstruktion "einprügelt". Laut einigen Leuten agiere ich ja grobfahrlässig, die Höhe gepaart mit der Tatsache, dass es sich nicht um einen ausgezeichneter Aquarienschrank handelt, sei unverantwortlich. :kaffee1:

Gruß und angenehme Festtage,
Florian
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Beitragvon moss-maniac » 24 Dez 2011 22:25

Hallo Jochen,

Ich hab drei Ikea-Küchenschränke zusätzlich verstärken lassen - war aber ein ordentlicher Aufwand, das glaubt man gar nicht, wenn man nur das Ergebnis sieht. Für ein 180 cm Becken muss alles natürlich millimetergenau stimmen und mein Terracotta-Boden ist auch unregelmäßig hoch.
Lt. Schreiner hätte es die die beiden mittleren Verstärkungen gar nicht gebraucht - aber ich fühle mich einfach besser damit :roll:

http://moss-maniac.blogspot.com/2011_03_01_archive.html

Grüße
Ev
.



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Beitragvon jgottwald » 25 Dez 2011 10:04

Hallo Jochen
gebaut ist gebaut , aber persönlich hätte ich dir zu Multiplex Platten geraten 20 mm Birke oder so geraten,
mfg
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Beitragvon spunt » 25 Dez 2011 11:48

Hallo,

nur mal so nebenbei, die "ach so schlechten Juwelschränke", sind aus Multiplexplatten gebaut, und somit viel besser als ihr Ruf.

Das wird man aber erst merken, wenn man mal auslaufendes Wasser hatte. Ich glaube da werden einige Selbstbauten aus einfachen Platten oder Schränken den Kürzeren ziehen.

Gruß Holger
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Beitragvon masterflok » 25 Dez 2011 12:02

spunt hat geschrieben:nur mal so nebenbei, die "ach so schlechten Juwelschränke", sind aus Multiplexplatten gebaut, und somit viel besser als ihr Ruf.

Hi,

die Schränke, die ich gesehen habe, waren aus Spanplatten gefertigt (war nicht unbedingt Juwel, nicht bewusst drauf geachtet)

Angesichts des Preises der Juwel Schränke (Rio 240 => 150€) kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sie komplett aus Multiplexplatten gefertigt sind.

Quelle?

Gruß
Florian
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